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StadtnachrichtenPressemitteilung
Im Zusammenhang mit dem Hamam-Bereich der Wellness-Landschaft im Quadrium sind vor dem Amtsgericht Esslingen zwei Strafverfahren wegen sexueller Übergriffe auf Kundinnen verhandelt worden. Die Taten ereigneten sich im Jahr 2024. Der damalige Betreiber des Hamams sowie einer seiner Beschäftigten wurden schuldig gesprochen.
Die Stadt Wernau (Neckar) bedauert das Leid, das den betroffenen Frauen zugefügt wurde zutiefst. Ihnen gilt unser ausdrückliches Mitgefühl und unsere Solidarität.
Die betreffenden Räumlichkeiten waren zum Zeitpunkt der Vorfälle an einen externen Dienstleister verpachtet. Im Hamam selbst waren und sind keine städtischen Mitarbeitenden beschäftigt. Die Stadtverwaltung hat Ende 2024 Kenntnis von den Strafanzeigen erhalten und reagierte umgehend: Der Pachtvertrag mit dem damaligen Betreiber wurde fristlos gekündigt.
Die Stadt war an den nun abgeschlossenen Strafverfahren weder beteiligt noch als Zeugin geladen und erhielt daher keine offiziellen Informationen zu Ablauf und Inhalt der Verhandlungen. Unabhängig davon steht für die Stadtverwaltung fest: Die Sicherheit und der Schutz aller Besucher*innen, insbesondere von Mädchen und Frauen, haben höchste Priorität. Ereignisse wie diese sind in städtischen Einrichtungen in keiner Weise akzeptabel.
Bereits im Jahr 2025 wurden sämtliche städtischen Mitarbeitenden des Bäderteams durch externe Fachkräfte umfassend zu Prävention und zum Umgang mit sexualisierter Gewalt sensibilisiert und fortgebildet. Darüber hinaus wurden die Anforderungen an externe Betreiber deutlich verschärft.
Mit der Poseidon Bäderdienst GmbH, die seit dem 1. November 2025 das Hamam betreibt, wurden verbindliche und klare Regelungen zur Vorbeugung sexualisierter Gewalt vertraglich festgeschrieben. Dazu zählen unter anderem verpflichtende Schutz- und Präventionskonzepte, klare Verhaltensregeln für das Personal, geregelte Beschwerdewege sowie eine enge und regelmäßige Kontrolle durch die Stadtverwaltung.
Bürgermeisterin Christiane Krieger erklärt:
„Was den betroffenen Frauen widerfahren ist, erschüttert uns sehr. Sexualisierte Übergriffe sind ein schwerer Vertrauensbruch. Als Stadt tragen wir Verantwortung für die Rahmenbedingungen in unseren Einrichtungen. Deshalb haben wir nach Bekanntwerden der Vorwürfe konsequent gehandelt, den Vertrag beendet und die Schutzvorgaben für externe Betreiber deutlich verschärft. Unser Ziel ist klar: Alle Menschen sollen sich in unseren Bädern sicher fühlen können.“
Die Stadt Wernau (Neckar) wird die Einhaltung der vereinbarten Schutzmaßnahmen weiterhin eng begleiten und konsequent darauf achten, dass höchste Standards für Sicherheit und respektvollen Umgang gewährleistet sind.