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Musikalischer Tausendsassa Georg Kuchar geht in Ruhestand

Autor: Huber
Artikel vom 25.09.2018

Die Wehmut schwang bei allen mit, als vergangenen Montag Axel Egerer als Vorsitzender der Wernauer Musikschule, Jürgen Matuschek als deren Schulleiter und Bürgermeister Armin Elbl ihre Abschiedsworte an Georg Kuchar richteten. Auf 22 Jahre Wernauer Musikschule kann der Klavierlehrer und stellvertretende Schulleiter zurückblicken und er blickt mit großer Dankbarkeit und viel Freude zurück. So geht es auch dem Vorsitzenden der Musikschule: „Es ist schwer, dass Du gehst. Mit Dir war es immer schön, als Lehrer und wenn wir zusammen Musik gemacht haben“, erzählt Axel Egerer. Schulleiter Jürgen Matuschek dankte ihm für sein großes Engagement: „Schön, dass ich diese gemeinsame Zeit mit Dir erleben durfte,“ meinte er. Bürgermeister Armin Elbl lobte seine Qualitäten als Lehrer: „Dein ganz besonderer Unterrichtsstil konnte die Kinder immer begeistern und für Dich war das immer mehr als nur ein Job, das hat man gefühlt“, so der Verwaltungschef. Georg Kuchar zieht aus familiären Gründen nach Österreich. „Aber die Musik geht weiter“, sagt er. 

Für Georg Kuchar war die Zeit in der Wernauer Musikschule eine schöne Zeit. „Wir haben zusammen hier viel erlebt, hatten turbulente und schöne Zeiten und die Stadt stand die ganze Zeit hinter uns“, erinnert er sich. Wo manch andere Musikschule einem Haifischbecken gleicht, habe er hier die häusliche Atmosphäre genossen und die Zusammenarbeit mit der Schulleitung und dem Vorsitzenden sei sehr einfach gewesen. „Wir haben alle dieselbe Sprache gesprochen“, so Kuchar. Sein Unterrichtsstil ist ein ganz besonderer. „Für mich begann die Musik mit einer Hassliebe. Ich wollte spielen, aber was ich spielen musste, war alles langweilig und entsetzlich.“ Er habe in harter und langer Arbeit über Jahrzehnte sich dann selbst das beigebracht, was er jetzt kann, „einfach weil uns diese Musik nicht zur Verfügung stand“, erzählt er von seiner Kindheit in der Ukraine. Das wollte er immer seinen Schülern ersparen und die Übungsstücke moderner und attraktiver machen. „ Wenn ein Schüler reinkommt und lächelt, dann ist das für mich das größte Lob“, so der Musiklehrer.

Der Schulleiter, Jürgen Matuschek, wird die gemeinsame Zeit mit seinem Stellvertreter vermissen. „Wir hatten eine ganz besondere Beziehung zueinander. Du hast als mein Stellvertreter viel abgefangen und besonders Deine frechen Sprüche werden uns fehlen.“, so Matuschek.

Bürgermeister Armin Elbl bedankte sich bei seinen Abschiedsworten für das vertrauensvolle Miteinander in all den Jahren. „Er war die Konstante im Hintergrund, auf die man sich immer zu 100 Prozent verlassen konnte“, lobt Elbl. Dabei hat er in seinem Job als Musiklehrer viel mehr gesehen als nur das Beibringen eines Instruments. „Georg Kuchar hat sich auch die Sorgen und Nöte der Schüler angehört, war ihnen ein Freund“, weiß der Bürgermeister. Georg Kuchar bleibt Armin Elbl vor allem auch als hervorragender Pianist in Erinnerung, bei dessen Eskapaden am Klavier man gesehen habe, dass er sich mit Leib und Seele der Musik hingebe. „Wir danken Dir herzlich für alles, was Du in Wernau geleistet hast und wir danken Dir auch als Mensch“, so der Verwaltungschef.

Martina Jäckel wird stellvertretende Schulleiterin

Sie trete in „große Fußstapfen“, wie sie selbst sagt. Die Geigenlehrerin Martina Jäckel führt das Amt weiter. „Ich bin seit Oktober 2014 in der Wernauer Musikschule und habe mich als Lehrerin in diesem Team von Anfang an wohl gefühlt“, so die junge Musiklehrerin aus Passion. Bürgermeister Armin Elbl wünschte ihr alles Gute für die neue Aufgabe.

Text: Bärbel Schottmüller | Foto: Bärbel Schottmüller