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Rathaus Aktuell

Graffiti-Aktion in Wernau

Autor: Huber
Artikel vom 04.04.2018

Graffiti-Künstler haben in den Osterferien die Bahnhofsunterführung in Wernau neu gestaltet. 

Die Bahnhofsunterführung in Wernau hat einen neuen Look bekommen: Acht Schülerinnen der Realschule und des Gymnasiums Plochingen im Alter von 13 bis 15 Jahren haben sich an der fast 20 Meter langen Betonwand an den Aufgängen zu Bahngleis 2 und in Richtung Freizeitgelände Neckartal kreativ ausgetobt.

Ein betäubender Geruch liegt in der Luft. Überall Spraydosen, Leitern, Folien, Schablonen und Skizzenblöcke. Wer vor Ostern am Wernauer Bahnhof vorbeikam, stellte sofort fest: In der Unterführung vollzieht sich eine Metamorphose. Auf dem Mauerwerk prangen jetzt bunte Phantasie-Figuren und surreale Formen. Im Rahmen des Osterferienprojekts des Wernauer Jugendhauses Kiwi zischten und knackten vier Tage Spraydosen.

Motive aus Alice im Wunderland

Fast wie bei „Alice im Wunderland“ fühlt man sich beim Gang zum Bahnhof plötzlich richtig wohl. Die Grinsekatze zeigt Passanten und Fahrgästen lächelnd die Zähne. Mit verrückten Bäumen, Seifenblasen, Spielkarten, Taschenuhr und Fliegenpilzen begegnen einem dort noch weitere märchenhafte Figuren aus Lewis Carrolls Kinderbuchklassiker „Alice im Wunderland“. Die jungen Künstler spielen auf vielschichtige Weise mit dem Sonderbaren, mit aus der Realität enthobenen Momenten sowie mit Themen, die sich auch auf den normalen Alltag münzen lassen. Teilweise arbeiteten die Sprayer mit flurizidierenden Farben: „Einige Elemente leuchten in der Nacht“, freut sich Helen.

Beim Stichwort Graffiti mögen manche an hastig hin gesprühte Zeichen, Kürzel oder Schmähworte denken, und an die viele Arbeit, die nötig ist, um dieselben wieder von der Wand zu entfernen. Die Aktion des Jugendhauses Kiwi mit acht Graffiti-Künstlern in Wernau ist dagegen nicht nur von der Stadtverwaltung gebilligt, sondern ausdrücklich gewünscht und mitfinanziert. Die Kosten für die Reinigung und Vorbereitung des Untergrunds hat der ausführenden Stuckateurbetrieb Bernhard Adolf zur Hälfte übernommen.

Junge Sprayer mit Feuereifer dabei

„Ein absolut geniales Projekt und eine richtig tolle Ferienbeschäftigung“. Nicht nur Arthur Schilling aus Wernau, der auf seiner Radtour anhielt und den Schülerinnen beim Sprayen zusah, findet, dass die Bahnhofsunterführung eine positive Wandlung erfahren hat. „Das Eingangstor Wernaus mit etwas Farbe aufwerten – das bot sich an“, sagt Jugendhausleiter Holger Kaufhold. Denn direkt hier führt der Neckartalradweg entlang und Besucher, die mit der Bahn kommen und sich Richtung Wernau aufmachen, können die Kunstwerke nun bewundern. Hauptverantwortlich für die Aktion ist Sozialpädagogin Timea Hajdu, die das Projekt künstlerisch leitete. Zusammen mit den Jugendlichen wurde das Konzept erarbeitet. „Die Ideen kamen beim Probezeichnen“, sagt Hajdu. Eifrig, konzentriert und mit einer faszinierenden Ausdauer waren Helen, Ronja, Janin, Victoria, Manja, Chiara, Marleen und Chantal tagtäglich am Start. Die Realschülerinnen hatten teilweise bereits Erfahrung einzubringen. Viele von ihnen waren schon bei Graffiti-Workshops im Rahmen der Ganztagesbetreuung dabei, bei dem sie beispielsweise Holzwände und Spielcontainer verschönert haben.    

Sylvia Schmid | Fotos: Sylvia Schmid