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Rathaus Aktuell

Wernauer Narren starten in die fünfte Jahreszeit

Autor: Schmid
Artikel vom 08.01.2019

Der Dreikönigstag ist traditionell auch der Starttag der schwäbisch-alemannischen Fasnet mit ihren ganz eigenen Bräuchen. Mit dem sogenannten „Häsabstauben" und der damit verbundenen Narrentaufe haben die Mitglieder der Wernauer Narren am vergangenen Sonntag im Vereinshaus Löwen die fünfte Jahreszeit eingeläutet. Obligatorisch spielten zum Auftakt die Bodenbachsymphoniker. Im Percussion-Rausch, zwischen den schön-schrägen Tönen der Wernauer Guggenmusik stimmte sich die Wernauer Zunft auf die kommende Fasnet-Zeit ein. „Wir sind für die lange Saison 2019 gerüstet“, sagen die beiden Zunftmeister Marcel Reith und Michael Niepel

Den Beginn der fünften Jahreszeit bildet traditionell das Häsabstauben. Zum Start der Saison werden dann das Narrengewand (Häs) und die aus Holz geschnitzten Masken (Larven) symbolisch von Staub des vergangenen Jahres befreit und der Till verteilt die „Laufbändel“ für die kommenden närrischen Tage. 

Der Till als Narr und Possenreißer gilt als eigentliche Hauptfigur der Wernauer Fas-net, da er den Sturm der Hästräger auf die Schulen und auf das Rathaus anführt. Zusammen mit Büttel ist er es, der sich mit dem Wernauer Bürgermeister ein Rededuell um den Rathausschlüssel liefert. Einen regelrechten Marathon legen die Wernauer Narren ab dem „Schmotzigen Doschtig“, dem Donnerstag vor Aschermittwoch, hin. Mit dem Schul- und Rathaussturm, dem Stellen des Narrenbaums beim Alten Rathaus und dem Narren-Supp’-Essen am Donnerstag, 28. Februar 2019 geht die Wernauer Fasnet in ihre heiße Phase. Bei der Alemannische Nacht am Freitag, 1. März 2019 haben sich dann Schultes und Stadträte vor dem Hohen Narrengericht zu verantworten. Der große Narrenumzug am Samstag, 2. März, bei dem wieder mehrere tausend Schaulustige erwartet werden, gehört mit zu den Höhepunkten der Wernauer Fasnet. Der Ruf „Hecka, Heala! - Hoi hoi hoi!“ schallt dann unüberhörbar durch Wernaus Straßen. Die Figuren der Wernauer Fasnet sind Brotloible, Baur, Heckarutscher, Geesgassdeifl, Laichlehex und die Guggen der Bodabachsymphoniker. Der Kandelmarsch, der 2017 neu eingeführt wurde, findet in diesem Jahr nicht mehr statt. „Der Programmpunkt fand einfach zu wenig Zuspruch“, begründen die Zunftmeister. 

Neue Hästräger getauft 

Nach strengen Regularien veranstaltet die Wernauer Narren jedes Jahr zu Beginn der Saison die Narrenweihe, bei der die neuen Mitglieder getauft und aktiv in den Verein aufgenommen werden. Insgesamt neun neue Hästräger unterzogen sich in diesem Jahr der Zeremonie. Damit hat sich die Gesamtzahl der aktiven Mitglieder auf 270 Hästräger erhöht. Insgesamt zählt der Verein 570 Mitglieder. „Üblich ist, dass Anwärter zunächst mindestens ein Probejahr absolvieren“, erklärt der zweite Zunftmeister Michael Niepel. Bei der Gruppe der Heckenrutscher daure die Anwartschaft sogar zwei Jahre. „In dieser Zeit schauen wir, wie sich der Anwärter verhält, ob er zu uns passt und ob er den Anforderungen gewachsen ist. Nach der Bewährungsphase entscheidet der Zunftrat, ob man reif für die Narrenweihe ist“, sagt der Chef der Wernauer Narren. Erst danach ist der Täufling zum Maskentragen berechtigt. Bis zur Narrenweihe begleiten die Novizen als Täfelesträger oder Täfelesträgerin die Gruppen bei den Umzügen und lassen so die Zuschauer wissen, welche Zunft es ist. 

Alle Termine rund um die Wernauer Fasnet, den Narrenfahrplan und Informationen zum Kartenvorverkauf gibt es auf der nagelneuen Homepage der Wernauer Narren unter www.wernauer-narren.com

Text: Sylvia Schmid | Fotos: Stephan Jorda und Matthias Heinsch