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Rathaus Aktuell

Wernauer Fasnet: Gemeinderäte schöpfen Narrensuppe beim Rathaussturm

Autor: Huber
Artikel vom 06.02.2019

Vor dem Rathaussturm am Schmotzigen Doschdig verteilen traditionell Mitglieder des Wernauer Gemeinderats zur Mittagszeit auf dem Platz vor dem Quadrium hausgemachte Narrensuppe. Aus der militärgrünen Gulaschkanone der ehemaligen DDR, die mit ihren Kesseln und integrierter Feuerstelle ursprünglich der Essenszubereitung für die Soldaten auf dem Feld diente, wabert dann wieder köstlicher Duft. Die wärmende Speise kommt insbesondere bei kühlen Temperaturen bei den Passanten gut an, die Stadträte haben immer alle Hände voll zu tun.

Seit über 30 Jahren stürmen Narren das Rathaus

1986 fand in Wernau der erste Rathaussturm statt. „Von Anfang an gibt es auch das Narrensupp-Essen in unserer Stadt“, sagt Metzgermeister und damaliger Initiator Otmar Stetter. Alljährlich zur Fasnet-Zeit produziert die Metzgerei Stetter gut 150 Liter schwäbische Bohnensuppe nach eigenem Hausrezept. Verarbeitet werden dabei jede Menge frisches Wurzelgemüse, Karotten, Lauch, Kartoffeln und weiße Bohnen - in einer selbst gemachten Fleischbrühe mit knackigen Saiten, versteht sich. Gehe die Fasnet doch der 40-tägigen Fastenzeit voran. In dieser närrischen Zeit sei schließlich Brauch, „nochmals richtig die Sau rauszulassen“. Vor dem Verzicht. Tatsächlich war das kirchlich vorgeschriebene Fasten im Mittelalter noch weit verbreitetet: Ab Aschermittwoch waren neben Wurst und Fleisch auch tierische Produkte wie Milch, Butter Käse, Schmalz oder Eier untersagt. Fasnet als Nacht vor dem Fasten lasse sich vom lateinischen „Fleisch entziehen“ ableiten, erklärt Otmar Stetter.

Früher habe zur Fasnet-Zeit in jeder Küche immer ein großer Topf voll Suppe gestanden, weiß Otmar Stetter. Oft eine Nudelsuppe oder ein „Gaisburger Marsch. „Dass jeder, egal um welche Zeit er heimkam, einfach den Herd hat anmachen und sich eine Mahlzeit wärmen können. Auch Gäste hatten nach dem Feiern so immer etwas Warmes zwischen den Zähnen“. Am Tag des Rathaussturms soll auch heute keine Mutter, kein Vater am Herd stehen müssen, sondern auch zur Fasnet gehen können.

Hausgemachte Bohnensuppe an Weiberfasnet

Andreas Bettelhäuser (CDU), Oliver Bleicher (CDU), Joachim Gelewski (WBL/JB), Dr. Jürgen Haas (FWV), Rainer Münch (FWV) und Andreas Späth (WBL/JB) werden in diesem Jahr die Narrensuppe vor dem Alten Rathaus ausgeben.

Während die Besucher die Suppe schlürfen, werden am Schmotzigen Donnerstag, 28. Februar 2019 ab 13 Uhr die Geesgass-Deifel vor dem Alten Rathaus den Narrenbaum stellen. Dann zeigen die Wernauer Schulen verschiedene Tanzdarbietungen. Der Wernauer Till wird sich mit dem Wernauer Schultes Armin Elbl handfestes Wortgefecht liefen, bevor die Wernauer Narren dann das Rathaus stürmen.

Text: Sylvia Schmid | Foto: Sylvia Schmid