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Marode Laichle-Treppe

Autor: Huber
Artikel vom 06.03.2019

Die aktuell sehr gute Auftragslage für Betriebe der Baubranche hat eine Kehrseite für Auftraggeber: explodierende Baukosten und kaum noch freie Kapazitäten. Ein Beispiel dafür ist das Projekt „Laichle-Staffel“. Eigentlich war geplant, im Frühjahr 2018 mit dem Neubau zu starten. Zweimal habe die Stadt die Erneuerung der Treppe ausgeschrieben und unerwartet hohe Preise angeboten bekommen, sagte Bernd Neumann vom Ingenieurbüro Geoteck. Der Gemeinderat habe deshalb die Ausschreibungen aufgehoben und die grundlegende Sanierung der Treppe zurückgestellt. Stattdessen soll nun für 150 000 Euro lediglich das Nötigste gemacht werden, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. 

Eine Dauerlösung sei das nicht, betonte Neumann, man hoffe aber, die wichtige innerstädtische Fußwegeverbindung für ein weiteres Jahrzehnt „funktionsfähig zu halten“. Die Laichle-Staffel führt auf Höhe der Kindertagesstätte Waldwichtel am Laichleweg hinauf zum Friedrich-Schönherr-Weg und zur Uhlandstraße. Gut 100 Meter lang und 30 Höhenmeter überwindend, ist sie die direkte Verbindung zwischen dem ehemaligen Ortsteil Pfauhausen und den Wohngebieten im Katzenstein und damit auch zwischen dem Bahnhof und der Realschule.

Dass die Treppe gut genutzt wird und unverzichtbar ist, das hatte eine Zählung im Juli 2017 belegt. 525.000 Euro standen deshalb schon im Haushalt 2018 für die Sanierung bereit. Dafür sollten die Treppe und die Handläufe erneuert werden, ebenso waren eine neue Beleuchtung und zwei Hausanschlüsse für Wasser vorgesehen. Büsche und Bäume entlang der Staffel wurden bereits vor gut einem Jahr gerodet, um Platz für die Arbeiten zu schaffen.

Bei der ersten Ausschreibung gab lediglich eine Firma ein Angebot ab, und das lag 27 Prozent über der Kalkulation. Im Herbst letzten Jahres nahm die Stadt einen zweiten Anlauf: der gebotene Bestpreis – dieses Mal immerhin von mehreren Bietern – war noch höher als beim ersten Mal: Alles in allem lag das Angebot mit über 700 000 Euro 38 Prozent über der Kostenberechnung. Das war dem Gemeinderat  zu teuer und das Gremium beschloss, die Ausschreibung erneut zurückzuziehen. Nun will die Stadt lediglich 150 000 Euro investieren.

Stufen hängen schief

Das Hauptaugenmerk liege dabei auf dem mittleren Bereich der Treppe, wo Stufen schief hängen oder auch bröckeln, erklärte Neumann, der die Treppe kürzlich zusammen mit dem Besichtigungsausschuss des Gemeinderats besichtigte. Dort sollen einige Treppenstufen komplett ausgetauscht und Treppenabsätze erneuert, teilweise aber auch nur gespachtelt und restauriert werden. Da die Treppe im oberen Bereich zum Spielplatz hin verlegt werden soll – anstelle der letzten südlichen Ausbuchtung wird sie dann weiter nördlich geradeaus verlaufen – würden dort Treppenstufen frei, die man, so Neumann, „als Ersatzteillager“ für Treppenabschnitte im unteren Bereich verwenden könne.

Im mittleren Bereich scheint der Zustand am schlechtesten zu sein, zudem sei er später, wenn sich wieder Vegetation entwickelt, von oben wie von unten mit dem Kran schwer zu erreichen. Auch jetzt sei schon einiges an Handarbeit nötig, sagte der Fachmann. Er geht von rund zwei Monaten Bauzeit aus, idealerweise in der Ferienzeit. Die Podeste zwischen den Stufen werden wie bisher in Asphalt ausgeführt, weil der dem aggressiven Streusalz besser standhält. Salz ist nach Neumanns Einschätzung einer der Hauptgründe für den maroden Zustand der Treppe. Die Gemeinderäte begrüßten die neue Lösung einstimmig. „Jetzt müssen nur noch vernünftige Ergebnisse rauskommen“, sagte Bürgermeister Armin Elbl im Hinblick auf die somit erneut anstehende Ausschreibung.

Text: Sylvia Schmid | Foto: Sylvia Schmid