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Rathaus Aktuell

Wernauer Fasnet

Autor: Huber
Artikel vom 06.03.2019

Die Wernauer Fasent ist vorbei. Von Katerstimmung keine Spur. Die Stadtverwaltung und die Polizei, Feuerwehr und Deutsches Rotes ziehen nach dem diesjährigen Narrentreiben eine positive Bilanz.

Es gab deutlich weniger Alkohol bedingte Ausfälle. Das neue Branntweinverbot zeigt Wirkung, meinen nicht nur Bürgermeister Armin Elbl und der Leiter des Polizeireviers Kirchheim, Fabian Mayer. Aus Sicht von Bereitschaftsleiter Matthias Aierle vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) und Feuerwehrkommandant Rainer Märsch verlief die Fasnet dieses Mal wesentlich ruhiger. Auch die Wernauer Narren als Veranstalter können dem verschärften Verbot nur Positives abgewinnen. Das Branntweinverbot soll im kommenden Jahr beibehalten werden. 

Taschenkontrollen statt Wodka 

Mit dem Branntweinverbot während des Fasnet-Umzugs hatte Bürgermeister Armin Elbl in diesem Jahr erstmals eine Allgemeinverfügung erlassen, um damit ein Zeichen gegen die zunehmenden Alkoholexzesse während der Wernauer Fasnet zu setzen. „Auch rückblickend halte ich unser Verbot von hochprozentigem Alkohol am Umzugstag für notwendig und sinnvoll“, sagt Elbl. Offensichtlich habe das hohe Medieninteresse an dieser Maßnahme bereits im Vorfeld eine abschreckende Wirkung entwickelt, so dass die meisten Besucher gut informiert und großteils ohne „Hochprozenter“ zum Umzug kamen. „Die sensible und dennoch konsequente Vorgehensweise der Polizei bei den Kontrollen hat zudem die Situation zwischen den Zuschauern und unserer Bevölkerung deutlich entspannt“, so die die Einschätzung des Stadtoberhaupts. Dass sich dies so positiv auf die Einsatzstatistiken auswirkte, freut ihn außerordentlich und zeige, „dass wir im Schulterschluss mit der Polizei, den Wernauer Narren, der Feuerwehr und dem Deutschen Roten Kreuz auf dem richtigen Weg sind! Herzlichen Dank an all unsere haupt- und ehrenamtlichen Unterstützer in diesen Organisationen!“

Einziger Wehrmutstropfen aus polizeilicher Sicht war, dass insbesondere bei Jugendlichen und Heranwachsenden trotzdem noch sehr viel Alkohol konsumiert wurde und sich im Laufe des Nachmittags die Aggressionen der alkoholisierten Personen in vier Fällen gegen die kontrollierenden Polizeibeamten richtete. 

80 Prozent weniger Krankentransporte 

Das DRK war am Samstag mit 80 Einsatzkräften, sechs Rettungswagen, drei Krankenwagen und drei Ärzten beim Fasnet-Umzug vor Ort. Insgesamt mussten die Einsatzkräfte an diesem Tag 60 Mal Hilfe leisten. „Das ist ein Drittel weniger als 2018“, sagt Bereitschaftsleiter Matthias Aierle. Auch wenn dennoch drei Personen in eine Klinik eingewiesen werden mussten, verzeichnet der Sanitätsdienst einen Rückgang bei den Krankentransporten von 80 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Vor allem sei positiv, dass dieses Mal keine minderjährigen Patienten aufgrund von übermäßigem Alkoholkonsum in die Klinik transportiert werden mussten. Insgesamt seien Besucher und auch die zu versorgenden Patienten deutlich weniger aggressiv und deutlich weniger alkoholisiert gewesen als in den vergangenen Jahren, freut sich Aierle. „Für unsere 19 Posten, die wir hatten, war es, alles in allem, ein relativ ruhiger Sanitätsdienst mit erfreulich wenig Vorfällen“.  Die restlichen Tage waren ebenfalls erfreulich ruhig. Besonders angenehm sei, dass es den Helfern des DRK gegenüber zu sehr wenig Aggression kam.  

Aktionsbündnis „Fasnet ist mehr als Vollrausch 

"Veranstalter und närrische Besucher haben den gleichen Anspruch auf eine gelungene Fasnet. Der Konsum von Alkohol darf nicht alleiniger Sinn und Inhalt närrischen Treibens sein“, sagen die beiden Zunftmeister der Wernauer Narren, Marcel Reith und Michael Niepel. Auf diese Leitlinie närrischer Festkultur haben sich Wernauer Narren zusammen mit dem Narrenbbund Neuhausen bereits vor Jahren mit einem Aktionsbündnis „Fasnet ist mehr als Vollrausch – Feiern mit Vernunft“ freiwillig verpflichtet und den Verkauf von Schnaps aus der Straßenfasnet verbannt. Die Wernauer Narren unterstützen das verschärfte Branntweinverbot und die Kontrollen durch die Polizei. Dabei geht es den Veranstaltern nicht nur um die Verantwortung für Jugendliche und junge Erwachsene. Im Vordergrund stehen die Pflege und der Erhalt des närrischen Brauchtums. „Ein Spagat zwischen Tradition, Zeitgeist und finanziellen Interessen, den wir als Veranstalter in Kooperation mit der Stadt, der Polizei, Sicherheitsdienst, DRK und Feuerwehr gemeinsam stemmen“, sagt Marcel Reith.

Text: Sylvia Schmid | Foto: Sylvia Schmid