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Lärmaktionsplan

Mit Tempolimit gegen den Lärm

Tempo 30. Das Thema war nicht unumstritten. Das wissen auch die Lärmgutachter, die für die Stadt Wernau arbeiten. Dennoch empfehlen sie, die Kombination Geschwindigkeitsreduzierung plus Lkw-Durchgangsverbot als wirksames und kurzfristig umsetzbares Mittel gegen Straßenlärm.

Im Detail

In der öffentlichen Sitzung des Gemeinderats am 3. Juni 2017 wurde von Roozbeh Karimi vom Büro Möhler + Partner aus Augsburg über die 2. Stufe der Lärmaktionsplanung berichtet.

Nach § 47d des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG) sind für Orte in der Nähe einer Hauptverkehrsstraße mit einem Verkehrsaufkommen von über sechs Millionen Kraftfahrzeugen und bei den Haupteisenbahnstrecken mit mehr als 30.000 Zügen pro Jahr Lärmaktionspläne aufzustellen und alle fünf Jahre fortzuschreiben.

Die Stadt Wernau (Neckar) hatte mit der Lärmaktionsplanung der Stufe 1 bereits 2008/2009 eine erste Untersuchung der Lärmimmissionen entlang der Bundesstraße 313 und der Landesstraße 1207 (Kirchheimer Straße) durchgeführt und diverse Maßnahmen umgesetzt.

Im Jahr 2013 wurde die Aufstellung der Lärmaktionsplanung Stufe 2 beschlossen. Die Ergebnisse aus der Untersuchung wurden am 19. Januar in der öffentlichen Sitzung des Gemeinderates durch Herrn Karimi aus dem Büro Möhler + Partner vorgestellt. Anschließend wurden im Rahmen der Bürgerbeteiligung die Ergebnisse öffentlich ausgelegt und am 24. Februar 2015 fand eine Lärmsprechstunde mit Herrn Karimi sowie Ordnungsamtsleiter Fabian Deginus und Stadtbaumeister Jürgen Hartmann statt. Bürgerinnen und Bürger, die an der Lärmsprechstunde nicht teilnehmen konnten, hatten die Möglichkeit, sich davor und danach zu äußern.

Kurz vor Fertigstellung der Lärmaktionsplanung wurde der Stadt Wernau (Neckar) am 18. März 2015 zusammen  mit den übrigen Städten und Gemeinden an den Haupteisenbahnstrecken des Bundes vom Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg mitgeteilt, dass nun mit zweijähriger Verspätung die Ergebnisse der „Lärmkartierung für bundeseigende Schienenwege durch das Eisenbahn-Bundesamt (EBA)“ veröffentlicht wurden und in die Lärmaktionsplanung Stufe 2 mit aufzunehmen seien. Auch bereits begonnene oder abgeschlossene Lärmaktionsplanungen waren fortzuschreiben. Aus diesem Grund wurde das Büro Möhler + Partner in der Gemeinderatssitzung am 18. Mai 2015 mit der Ergänzung und Überarbeitung der Lärmaktionsplanung Stufe 2 beauftragt. In derselben Sitzung wurde beschlossen, als Ergebnis der bisherigen Lärmaktionsplanung, beim Landratsamt Esslingen eine Ausweitung der Tempo 30- Regelung auf der Kirchheimer Straße von der Albrechtstraße bis zum Kreisverkehr Max-Eyth-Straße / Gutenbergstraße und auch im Bereich des Freitagshofs zu beantragen und die erforderlichen Bereiche mit Tempo 30/50/70 abzustimmen.

Die Verlängerung der Tempo 30-Regelung bis zum Kreisverkehr Max-Eyth-Straße / Gutenbergstraße wurde durch das Landratsamt Esslingen Anfang 2017 umgesetzt, die Bearbeitung für den Freitagshof ist beim Landratsamt Esslingen und beim Regierungspräsidium Stuttgart noch nicht abgeschlossen.

Abgeschlossen wurde in der Zwischenzeit auch die Errichtung der Lärmschutzwand an der Bahnlinie Plochingen-Tübingen, so dass diese auch in die aktuellen Berechnungen des Büros Möhler+Partner einfließen konnten. 

Nach der Vorstellung der Untersuchung im Gemeinderat wurde den Bürgerinnen und Bürgern erneut die Möglichkeit zur Stellungnahme zur Lärmaktionsplanung gegeben. Die Planunterlagen waren bis 11. August 2017 im Stadtbauamt und in der Stadtbücherei ausgelegt. Hinweise, Anregungen und Fragen konnten bis 25. August 2017 vorgebracht werden. Gleichzeitig wurden Stellungnahmen der Deutschen Bahn, des Regierungspräsidiums Stuttgart und des Landratsamts Esslingen als Träger öffentlicher Belange eingeholt und zusammen mit den Anregungen und Fragen der Bürgerinnen und Bürger vom Fachplaner bewertet.

Diese Bewertung soll Ende November im Gemeinderat öffentlich präsentiert und anschließend der Lärmaktionsplan Stufe 2 beschlossen werden, damit anschließend auch eine entsprechende Meldung an die EU nach Brüssel erfolgen kann.

Ergebnisse der Untersuchung

Lärmaktionsplan Stufe II - Präsentation Ergebnisse in der Sitzung des Gemeinderats am 7. Juli 2017

Vorentwurf zur Lärmaktionsplanung Stufe II (Stand Juni 2017)

Karten zum Entwurf